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1

Montag, 29. August 2011, 13:19

Hypridabutments... manuell, ohne Scanmarker

Hey liebe Cad/Cam Gemeinde,
ich arbeite nun seit knapp einem Monat mit der M5
und habe mich schon ziemlich gut eingearbeitet...

ich schildere evntl kurz meine vorgehensweise bei Hybridabutments.
- Titanklebeteil wird von hand individuell beschliffen (vorzugsweise im Fräsgerät bei 2°)
- Schraubenkanal wird zugewachst Titanteil mit scanspray eingesprüht um dann gescannt zu werden...
- Implantattyp Okklusal verschraubt Manuell ausgewählt.
- nun wird das Abutments zunächst in PMMA gefräst um dann im Mund anprobiert zu werden, zwecks Gingiva management
- ist das teil ok wird 1 zu 1 in Zirkon umgesetzt...
- ist es nicht ok, wird per hand nachgearbeitet.

jetzt mein Problem.

Wie bekomme ich das per Hand nachgearbeitete Abutment in die Software?

-über die Waxup funktion habe ich es bereits versucht...
da zieht er mir die Ränder immer ganz glatt...

- und was noch ein Problem ist, wenn ich den Schraubenkanal setze und das Titanklebe teil relativ graziel gestaltet wurde, fräst er mir den Kronenboden nicht volständig aus...

meine lösung war bisher, einfach als normale Krone zu fräsen, um dann den Schraubenkanal per Hand nachzuarbeiten...

Hat jemand eine Idee?

bzw. wie genau geht ihr bei Hybridabutments ohne Scanmarker vor?


Liebe Grüße
aus der Pfalz

2

Montag, 29. August 2011, 15:56

Hallo Monggo!

Willkommen im "Helden"- Club und Gratulation zur M5.Viel Spass damit :-)

Nun zum Thema Hybridabutments und Deinem Problem.

Warum fräst Du das Abutment nicht gleich in Zirkon und verklebst es?
Die kleine Korrektur mit der Turbine vom Doc, dürfte doch nicht allzu aufwenidg sein!!!!
Ausserdem kann doch gleich die Höhe der Schulter am Original eingestellt werden.
Alles ein Abwasch mit perfekt abgestimmten Ergebnis.Danach gibts die Politur,fertig!
Ich finde durch das nochmalige einscannen des korregierten PMMA-Abutments verdoppelt sich die Arbeit.

Mein Vorschlag ist:

1.Wie Du schon geschrieben hast, alles als "normale"-Krone einscannen (mit Waxup!) und den Schraubenkanal spáter mit ein bisschen
Knete füllen, aber so das Du noch ca.1 mm Öffnung zu sehen ist.So weisst Du genau wo Du später zu bohren hast.

Musst nur darauf achten das Du den Kanal nicht zu wenig öffnest, vor dem Sintern,sonst schleifst Du Dir spáter bei sehr langen Abutments ein Wolf!Reine Übungssache.
Funktioniert Super und ist mein Favorit bei Abutments!(Ach ja muss noch dazusagen das ich úber das gefráste Hybrid immer ein Wachs-Káppchen ziehe,aufmodelliere und in Wachs 2 Grad
fráse.Und das Ausmass des Emergenzprofiles bestimmt bei uns immer ein anatomisches Waxup.Danach wird die Gingiva beschliffen bzw.bestimmt!)

In dem Scan-Typ Waxup "normale"-Krone hast Du den Vorteil die Gingiva mit prázisen Angaben anpassen zu lassen.Hast Du leider im Scan-Typ Implantat nicht. Hier gibt es keine "Individuele" Anpassung in diesem Sinne,so wie Du Sie benótigst.

Wenn Du trotzdem so weiter verfahren móchtest, wie bisher (PMMA-ZIRKON), wúrde ich einfach modifiziertes Abutment aufs Modell aufschrauben und eine neue Gingiva-Maske herstellen. So ist die basale Situation gesichert.

Dann die alte aus der Patienten-Datei lóschen um die neue wieder einzuscannen (Vorausgesetzt die Hóhe im Scanner wurde nicht verstellt!).
Dann im Modellier basal schón aufbauen,die Reduzierung angeben (ich benutze immer -0,2mm,wegen Verlust durch Politur!) kúrzen,basta!

2.Scan-Typ Implantat bei Abutments,ohne der Option Gingiva einkúrzen, ist fúr mich unkontrollierbar.Andere kónnen das vielleicht,ich komme aber damit nicht so klar.
Ich beschleife lieber vorher kontrolliert das Emergenzprofil mit anatom.Waxup.Ich finde das ich schneller und dichter am gewúnschten Ergebnis bin.So hat der Doc garantiert am Patienten weniger Aufwand.So unsere Erfahrungen ;-)

Sicher gibt es auch andere Arten und Weisen Abutments herzustellen die funktionieren.Aber probieren solltest Du es auf jedenfall mal.Nur so
findet Ihr den fúr Euch besten Weg.
In diesem Sinne,

Gruss Alexo :-)

3

Montag, 29. August 2011, 18:46

Hallo Monggo!

Wenn Du deine herangehensweise beibehalten möchtest würde ich zu folgender Vorgehensweise empfehlen. Mir ist aufgefallen, dass sich Waxups besonders in Randbereichen abrunden . Versuche im Archiv folgende Einstellungen einzugeben:

- Anatomische Krone
- okkl. verschraubt "manual"
- Separater Situ: "Ja"
- Separater Gingiva Scan: "Ja"
- deine weiteren Einstellungen

Scanne deine Arbeit wie gewohnt ein, nicht vergessen das preparierte Abutment vorher mit Wachs zu schließen. :whistling: (klugscheiss)
Nach dem Scannen darfst nicht vergessen den "-marker" aus dem Dateinamen zu löschen. Das wars eigentlich schon, Modellation normal durchführen, Schraubkanal nochmals setzen, Anatomie an das Situ anpassen und nach dem ersten Freiformen wirst zum Punkt "Situ-anpassen" kommen, hier kannst dann zusehen wie das Programm die Anatomie an dein prepariertes Abutment anpasst.

Grüße Walter

4

Montag, 29. August 2011, 20:20

Danke euch beiden,
Das mit der Kunstoffanprobe will der Behandler... zugleich auch mein Cheff so, es kommt nicht zu selten mal vor, dass er im randbereich weiter nach oben (inzisal/okklusal) will

Das mit an die Situ anpassen hat mir auch der Support empfohlen... werde ich wohl vorerst mal so übernehmen.

Eine kleine Frage noch,
wie kommt ihr mit der Passung des Zirkonteils auf das Titanteil hin?
Also welche Parameter nimmt ihr da so?
für Zementspalt usw.

und dann evntl. noch die Parameter für die Versorgung auf das Zirkonabutment... z.b. Prov. aus Kunstoff...
bin schon die ganze Zeit am rumprobieren... hab aber noch nicht so die richtigen Parameter gefunden...

damit wäre mir schon sehr geholfen :)

Liebe grüße

5

Dienstag, 6. September 2011, 15:26

Hi Monggo!

Die Passungen auf Titan sind super.
Unsere Parameter sind.
Zement:
Zementspalt 0,035 - 0,04mm
Anfang 1-2 mm (variabel wg.Schulter-o. Tangential-Präp.)
Ende 0 mm

Schulter:
Horizontal: 0,15 mm
Zusatz: 0,3 mm
Winkel: 60 Grad
Vertikal: 0 mm

Retensive Bereiche:
Distanz: 0,1 mm

Fräsung:
Präp.-Korrektur ja
Diameter: 1,4 mm

Zusátzliche Distanz:
Okklusal: 0,015 mm
X: 0,01 mm
Y: 0 mm

Parameter fúr Versorgung über Zirkon-Abutment bleiben gleich ausser Zementspalt 0,05-0,06 (ausprobieren!)
Anfang Zementspalt: 1-2mm (der Anfang sollte nicht im Bereich einer Schulter sein.Schlackert sonst.Kein horizontaler Stop!!)

Parameter fúr Versorgung über Zirkon-Abutment sind die selben Einstellungen wie Zirkon über Zirkon.

Wichtig ist regelmässig ( 1xWoche) die Fräsmaschine zu kalibrieren.Besonders ratsam nach grossen PMMA-Arbeiten.Ist halt auch davon abhÄngig
wieviel PMMA Ihr frÄst.

viel Glück.

Alexo.

6

Mittwoch, 7. September 2011, 20:52

Hey alexo,

danke für die Antwort, wir fräsen ziemlich viel in PMMA, eigentlich alles, da die Arbeiten erst einprobiert und Probegetragen werden, um dann in Zirkon fertig gestellt zu werden... also sehr viel Vollanatom.

Momentan habe ich ein Problem mit dem Werkzeugvermessungstaster, muss ausgetauscht werden... bisdahin hat der Support mir mal Bruchkontrolle und Werkzeugvermessung ausgeschaltet...

Das mit der Kalibrierung ist denk ich eine gute Sache.. bis jetzt hab ich nur 2 mal im Monat kalibriert..., also das Fräsgerät, Scanner jede Woche. (Support meinte würde sogar 1 mal im Monat reichen...)

hab evntl auch deshalb so viel probleme mit der Passung...

die Parameter kenn ich nicht, hab ich ein Update verpasst?

"Retensive Bereiche:
Distanz: 0,1 mm

Fräsung:
Präp.-Korrektur ja
Diameter: 1,4 mm"


grüße
Monggo

7

Donnerstag, 8. September 2011, 12:37

Moin,moin!

Wenn Ihr viel PMMA frást wúrde ich Euch unbedingt raten ófter mal die Frásmaschine zu kalibrieren!
Besonders wenn Ihr eine grosse Zirkon-Arbeit fräsen wollt.Es ist ganz wichtig das es davor passiert!!!!
Musst halt mal ein bisschen protokollieren und Deine Erfahrungen notieren.Auch nach jeder hergestellten Arbeit mit den Technikern sprechen um ein Feedback zu haben(zu gross,zu klein,ránder zu lang etc.)
Das beste Feedback hast Du immer wenn Du etwas an den Parametern verstellt hast,die Kronen selber aufzupassen!
Probiere die Ránder einer Krone zu lesen um rechtzeitig die Frásen zu wechseln.Sind die Ränder direkt nach dem frásen ein bisschen beschádigt oder ausgefranzt wird es Zeit sie auszuwechseln.etc,etc.
So wirst Du mit Deiner Maschine zu eins ;-)

Wegen den Parametern nochmal.
Ich habe die spanische Version und habe es wohl nicht treffend übersetzt!Sorry!!!
Es heisst:

Unterschnitt und Einschub:
Grösse 0,1 mm

Fräsen:
Frásen vorbereiten Ja
Durchmesser 1,4mm



Lese Dir bitte auch nochmal diese Thread durch.Da kannst Du auch noch einiges an Erfahrungen und Daten sammeln ;-)

Passung von grosspannigen Brücken auf Implantaten!

viel Glúck,
Alexo