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1

Samstag, 19. März 2011, 13:12

T:Prettau und Sinterkugeln von Gi...ach

Hallo,

möchte euch von meinen negativen Erfahrungen im Zusammenhang von Sinterkugeln und Prettaugerüsten berichten.

Im Zuge der schwäbischen Sparsamkeit :rolleyes: wollte ich mir den Sinterfuss sparen und habe eine 8 stellige FZ-Brücke und eine 3 stellige Brücke mit Sinterkugeln gesintert. Da die Kugeln zum "Kleben" neigen, obwohl ich sie schon 4 Mal "leer" gesintert hatte, habe ich die große Brücken mit der Incisal-/Occluseite in die Perlen gesteckt, die kleine auf die Palatinalfläche gelegt.

Ergebnis: die Brücken passen hervorragend, aber sie schauen bescheiden aus. Die Kugeln entziehen reichlich Farbe bzw. die Gerüste erscheinen "untersintert", d.h. keinerlei Transluzenz, beinahe wie opak gesintertes ICE Zirkon und sind hier im Falle von A3,5 reichlich blass, lila und grau sind komplett weg.

Trotz korrektem Programm im 1500er Ofen etc. scheint nicht nur die Farbe verloren zu gehen, sondern auch ordentlich Temperatur zu fehlen.

Die anschließend ""ordnungsgemäß" mit Sinterfuss gesintertet 14 stellige Prettau-Brücke ist perfekt, also kein Fehler am Ofen o.ä..

Da ich quasi nur Prettau-Zirkon verarbeite, auch für Verblendbrücken, kann ich zum Verhalten von ICE Zirkon mit den Kugeln nichts sagen.

Vielleicht hilft es dem einen oder anderen (Mit-)Leser hier!
Happy CADCAM !

;)Wolly

Wolfgang

unregistriert

2

Mittwoch, 23. März 2011, 18:13

Hallo Wolly,

deine Erfahrung ist sehr interessant. Wir sintern meistens auf Sinterkugeln - allerdings die von Vita( sind etwas größer).
Effekte sind die Gleichen: Kugeln neigen zum "kleben", das Gerüst wird an der Kontaktfläche etwas heller - auch beim "ICE-Zirkon". Allerdings hat der Effekt bei Gerüsten durchaus auch Vorteile, da die Okklusalfläche (=Kontaktfläche) dann etwas heller wird.

Mich interessiert jetzt natürlich, wie du bei Prettau-Einzelkronen vorgehst. Die stellst du ja wohl ohne Sinterfuß her? Auf welche Unterlage legst du die? Auf dem Brenngutträger hatte ich einen ähnlichen Effekt, zusätzlich blieb dort etwas von dem Material an der Krone hängen.

Du hast geschrieben, dass du quasi nur Prettau-Zirkon verarbeitest. Wie gehst du denn da vor, wenn du noch Verblendest? Färbst du die Gerüste auch individuell mit dem Pinsel ein oder tauchst du sie? Verblendest du komplett oder meist nur noch Schneide?
Bei verfärbten Stümpfen hatte ich durchaus schon Probleme mit Prettau-Zirkon - v.a. dann, wenn man die Stumpffarbe vorher nicht mitgeteilt bekommt... Dann wird einem die Transluzenz zum Verhängnis.

3

Donnerstag, 24. März 2011, 08:12

Hallo Wolfgang,

SINTERN:

normalerweise sintere ich Prettau auf der Keramikplatte (ZBAA9401) unter der Haube (ZBAA4621) mit Sinterfuss oder Einzelkronen einfach drauflegen. Da gibt es keinerlei Farbentzug o.ä.... auf den "normalen Brenngutträgern aus Schamott kommt es zu dem von Dir beschriebenen Verhalten.

PRETTAU ZUM VERBLENDEN:

Ich arbeite ja mit CADCAM und habe durch die Möglichkeit der sehr gezielte Materialreduzierung der vollanatomischer Modellation nach Markierung der nicht zu schrumpfenden Bereiche (Aussparung von Girlanden, Basalflächen, approximale Leisten, Palatinalflächen im FZ-Bereich generell und ggf. zirkulär am Rand), die Option, meine Modellation nur um 0,3-0,6 mm zu reduzieren.

Den gefrästen Weißling färbe ich dann quasi wie bei Vollananatomie ein, außer im Incisal-/Occlusalbereich, den ich nicht so "schneidig" haben möchte, da der "Schmelz" ja noch aufgetragen wird. Nach Sinterung verwende ich eigentlich nur Schneide-/Effekt-/Transpamassen, methodisch abgeleitet von der Presskeramik- Schichttechnik, wo z.B. bei FZ nur im Incisalbereich individuell reduziert und entsprechend mit Verblendkeramik ergänzt wird.

Im Ergebnis habe ich sehr stabile Gerüste mit geringem Verblendkeramikanteil, der "wohl eher nicht"zum Chipping oder zu Abplatzungen neigt und garantiert anatomisch verkleinert unterstützt ist. Die Farbe kommt aus der Tiefe und die Oberfläche ist in Glanz und Charakteristik gezielt gestaltbar und für die Kritiker an den "harten Oberflächen" der Prettaukronen gibt es Schichtkeramikkauflächen oben drauf ;)

Entstanden ist es bei mir durch den Kundenwunsch nach konsistenter Ästhetik von Presskeramikeinzelkronen neben Zirkonverblendbrücken und maximaler Gerüstsabilität. Die Stumpffarbe sollte zumindest bei auffälligen Verfärbungen von der Praxis mitgeteilt werden. In Extremfällen verwende ich dann schon ICE Zirkon trans und sintere es "opak" mit Programm 2, gestalte und färbe das Gerüst aber ähnlich obiger
Ausführung eben mit den normalen Liquids, allerdings sollte beim "Opaksintern" mindestens eine Farbstufe heller eingefärbt werden oder mit Zugabe von 25% Verdünner, sonst sind die Gerüste nach meiner Erfahrung zu dunkel! Ich tauche generell nicht und färbe immer mit dem Pinsel ein. Normal tranluzent auf Programm 1 gesintert bietet eine weitere Möglichkeit, aber eben immer individuell eingefärbt.

Ich habe mich an diese Technik vorsichtig herangetastet und empfehle bedächtiges Vorgehen und übernehme selbstverständlich keinerlei Gewähr oder Haftung :D
Happy CADCAM !

;)Wolly

Wolfgang

unregistriert

4

Donnerstag, 24. März 2011, 18:35

Hallo Wolly,

super, das hilft mir weiter. Wir tasten uns derzeit an's Prettau-Zirkon noch ran, aber unsere Vorgehensweise deckt sich ziemlich mit der von dir Beschriebenen, deshalb meine Neugierde.

Die Keramikplatte verwende ich - v.a. in Kombination mit der Haube äußerst ungern, da ein eventueller "Niederschlag" der Heizelemente dann auf diesen klebt, bzw. sogar beide miteinander verklebt und in Kombination uns bereits Sprünge in Beiden beschert hat.

Hab jetzt die Keramikplatte trotzdem wieder rausgekramt, hoffe ich krieg auch ohne Haube gute Farben hin. Brennst du immer mit der Haube wegen Verfärbungen oder hast du sonst mit "Entfärbungen" zu kämpfen? Die aktuellen Heizelemente führen ja angeblich nicht mehr zu Verfärbungen, was ich auch bestätigen kann.
Werd mich dann mal hinsetzen und weiter rantasten.


Vielen Dank,
Wolfgang

5

Donnerstag, 24. März 2011, 19:15

Den gefrästen Weißling färbe ich dann quasi wie bei Vollananatomie ein, außer im Incisal-/Occlusalbereich, den ich nicht so "schneidig" haben möchte, da der "Schmelz" ja noch aufgetragen wird. Nach Sinterung verwende ich eigentlich nur Schneide-/Effekt-/Transpamassen, methodisch abgeleitet von der Presskeramik- Schichttechnik, wo z.B. bei FZ nur im Incisalbereich individuell reduziert und entsprechend mit Verblendkeramik ergänzt wird.

Im Ergebnis habe ich sehr stabile Gerüste mit geringem Verblendkeramikanteil, der "wohl eher nicht"zum Chipping oder zu Abplatzungen neigt und garantiert anatomisch verkleinert unterstützt ist. Die Farbe kommt aus der Tiefe und die Oberfläche ist in Glanz und Charakteristik gezielt gestaltbar und für die Kritiker an den "harten Oberflächen" der Prettaukronen gibt es Schichtkeramikkauflächen oben drauf


na das möchte ich mal in Situ sehen.....
haste zufällig fotos?
wir machen auch 3-4 einheiten und sind zu dem ergebnis gekommen das über ordentlich geschichtete Zro kronen nix geht .....
wir verwenden hierfür die noritake keramik....

Wolfgang

unregistriert

6

Freitag, 25. März 2011, 14:28

...und sind zu dem ergebnis gekommen das über ordentlich geschichtete Zro kronen nix geht .....

Du kannst auch bei Prettau-Zirkon so viel schichten wie du möchtest. Wenn du nur den "einheitlichen" Dentinkern zusätzlich in Zirkon umsetzt, kannst du dich bei der Schichtung immer noch austoben, erhätst wesentlich transluzentere Kronen und reduzierst die Chipping-Gefahr noch weiter. In dem Fall gestaltest du die Gerüste quasi einfach noch massiver als mit normalem Zirkon und sparst dir im Gegenzug etwas Zeit bei der Verblendung.

Ein Hinweis zu Prettau-Zirkon:
Bei hohen Brenntemperaturen verliert das Zirkon etwas Farbe - VitaVM9 ist beispielsweise NICHT für Prettau-Schichtungen geeignet, wie wir erfahren durften. Wenn jemand also nicht die ICE-Keramik verwendet, sollte er darauf achten, dass die Endtemperaturen nicht über denen der empfohlenen Keramik von Zirkonzahn liegt. (ca. 820°C beim Dentinbrand) Selbst hier kann man feststellen, dass sich das Gerüst nach dem Washbrand mit (den empfohlenen) 920°C leicht entfärbt, jedoch nicht wesentlich.

7

Freitag, 25. März 2011, 17:10

na das möchte ich mal in Situ sehen.....
haste zufällig fotos?

Nein, ich habe heute kein Foto für Dich.

Es ist nicht das Ebene, auf der ich hier kommunizieren möchte.

Jeder soll seinen Weg gehen und jeder soll das glauben und machen, was er für gut hält.

Ich kann dir versichern, dass ich nicht für total anspruchslose Kunden mit noch anspruchsloserem Patientenstamm arbeite und trotz der von dir angezweifelten Qualität meiner Arbeiten ein überaus positives Feedback habe, aber damit will und muss ich hier nicht via Fotos o.ä. hausieren gehen.

Es ging hier um die Beschreibung meiner Vorgehensweise und anfangs um die Probleme mit den Sinterkugeln, nicht um Ergebnisse, Bilder oder Einschätzungen.
Happy CADCAM !

;)Wolly

8

Freitag, 25. März 2011, 22:41

Ich kann dir versichern, dass ich nicht für total anspruchslose Kunden mit noch anspruchsloserem Patientenstamm arbeite und trotz der von dir angezweifelten Qualität meiner Arbeiten ein überaus positives Feedback habe, aber damit will und muss ich hier nicht via Fotos o.ä. hausieren gehen


das ist schade... denn ich dachte dieses forum dient zum austausch von erfahrungen und anregungen......
und naja ich wollte nix negatives sagen denn ich kann mir ja kein urteil erlauben - weil noch nicht in situ gesehen.................
anzweifeln ?? ein bisserl dünnhäutig der wolly --schade das es so ankommt- war jedenfalls nicht bös gemeint

9

Samstag, 26. März 2011, 12:24

...dünnhäutig vielleicht :thumbsup: , aber ich wollte gleich vorbeugen, damit hier keine Diskussionen über Arbeiten losgetreten werden, dafür gibt es ja das Muffelforum :) Hier soll meines Erachtens über die Produkte von ZZ und die Erfahrungen damit diskutiert werden.
Happy CADCAM !

;)Wolly

10

Samstag, 26. März 2011, 12:43

um so mehr interessiert mich deine technik und die ergebnisse....
im ernst jetzt....

Wolfgang

unregistriert

11

Donnerstag, 31. März 2011, 18:47

Zitat

Nein, ich habe heute kein Foto für Dich.

hehe, hat er sich auch nicht verdient. ;)

Im Ernst: Bin eigentlich davon ausgegangen, dass "ProDent-Neumann" das mit dem Schichten nicht kapiert hat. Sein Nachhaken lässt mich jedoch rätseln, was das soll. Wolly hat seine Vorgehensweise wirklich detailliert beschrieben. Wer weiß, was Schichten ist, braucht kein Foto mehr. Wem das nicht reicht, der darf hier und hier suchen.

Zitat

das ist schade... denn ich dachte dieses forum dient zum austausch von erfahrungen und anregungen......

.....und genau dazu haben wir es genutzt - allerdings nicht auf "Bild"-Niveu :D


An Wolly übrigens vielen Dank. Bin gerade dabei, einen Frontzahn sowie 2 Teilkronen in Prettau nach o.g. Beschreibung herzustellen. (Transluzenz diesmal erwünscht ;) )

12

Donnerstag, 31. März 2011, 21:16

...und genau dazu haben wir es genutzt - allerdings nicht auf "Bild"-Niveu


es erklärt sich mir nicht was mit "Bild-Niveu" gemeint ist .
Denn wir auf den o.g. Links gezeigt wird ist größtenteils von vestibulär geschichtet. und Wolly beschreibt ja , wenn ich ihn richtig verstanden habe, das er nur im incisalen bereich schichtet und mit transpa- und Effekt-Massen sich austobt. Und jenes Ergebniss hätte mich interessiert.
Vielen Dank übrigens für den oder die links ;kannte ich nicht 8o

versteht mich nicht falsch wir haben auch schon die eine oder andere Keramikversorgung aus besagtem Material hergestellt, aber eben nur mit komplett reduzierter Vestibulärfläche-sicherheitshalber.
@wolfgang meine Ausbildung zum Zt. und dann zum Ztm. habe ich natürlich im Lotto gewonnen und vom schichten hab auch keine Ahnung-
wir haben in den letzten 24 monaten knapp 900 einheiten gefräst und haben -glaub ich- einen gewissen erfahrungsschatz- und den hätte ich gern erweitert...
Das thema ist hiermit durch-
für mich jedenfalls......

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ProDent-Neumann« (31. März 2011, 22:54)


13

Montag, 25. Juli 2011, 11:00

Hallo ihr Prettaubrückenfräser!

Wir wollen zur Zeit die erste große Prettaubrücke auf 6 Implantaten herstellen. Sind gerade bei der Wachsaufstellung.
Ich hab aber jetzt eine ganz andere Frage an Euch.

" Was mach ich eigentlich, wenn die Große Arbeit nach einem Jahr, oder nach zwei Jahren im Gingivabereich unterfüttert werden muß?"

Normal kann ich die ja nicht mehr im Ofen brennen, ohne Gefahr zu laufen, Blasen oder Sonstiges zu riskieren.

Gruß

Hans

14

Dienstag, 26. Juli 2011, 14:30

Hallo Hans,

ich habe gleich einmal im Labor Steger nachgefragt. Dort haben Georg und Clemens über deine Frage nachgedacht und mir folgende Antwort gegeben, was sie tun würden:

1. ordentlich säubern, brennen, erneut säubern und sandstrahlen dann kann erneut Karamik aufgebrannt werden, was der evtl bereits vorhandenen Keramik aber nicht so besonders gut tut.

2. ordentlich säubern, brennen, erneut säubern und sandstrahlen, Retentionsperlen anbrennen,
dann kann Kunststoff aufgetragen werden, was aber auch kein perfektem Ergebniss entspricht.

3. das alte STL File anpassen -> Neu machen (das würden wir tun)


Ich hoffe die Antwort konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Gruß
Stephanie vom Zirkonzahn Team

15

Dienstag, 26. Juli 2011, 18:32

Liebe Stephanie,

danke für Deine Bemühungen. Aber das hört sich ganz schön gnadenlos an, für eine kleine Sattelunterfütterung.
Heute war ein Mittarbeiter der Firma Bred...bei uns und der hat mit einen neuen Primer gezeigt. Heißt KMZ Primer und hat eine super Verbindungsherstellung zwischen Zirkon und Komposit. Er hats mir sogar beweisen können!! Ich glaube einen Versuch ist's wert eine schöne Arbeit mit diesem Mittel zu retten.

Schönen Abend

Hans

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