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1

Freitag, 4. Dezember 2009, 17:53

Riss im Gerüst

Hallo,wir hatten jetzt innerhalb von zwei Wochen in zwei Brückengerüsten(45-47,23-28) Sprünge;der eine in 45 vestibulär und der andere heute in 28
palatinal ,welche wir uns nicht erklären können.
Zumal der Sprung heute voll ärgerlich war,weil das Gerüst bereits das zweite mal hergestellt wurde;das erste fiel mir runter und es knallte vestibulär
ca.1,5 mm von der Stufe ab-da Termin Montagnachmittag,wurde mit Rep.-masse geflickt,ist o.k.,hoffe es hält.
Aber die Sprünge geben uns Rätsel auf und machen unsicher.
Wir fräsen mit dem Volksfräser erster Generation (2006),bis jetzt alles tip top.
Bearbeitung des Rohgerüstes mit Zirkonzahnfräsen,normale Sinterung und trockene Nacharbeitung mit 316er Zirkonzahnsteinchen bei max.10000U/min.
Man fragt sich ernsthaft wo der Fehler liegt ?????????? ?(

Gruss edubal

2

Freitag, 4. Dezember 2009, 20:54

Ich will nicht orakeln und weiß nicht wo die Sprünge bei euch herkommen, aber eines weiß ich ziemlich sicher, dass die Reparatur zum Scheitern verurteilt ist, da es sich bei der ZZ_Reparaturmasse um Keramik handelt und Zirkon meines Wissens bisher nicht reparabel ist.

Ich selbst habe in über 4 Jahren und vielen, vielen Kronen und Brücken nur 3 x Sprünge gehabt, die auf Fehler bei Ausarbeiten des Weißlings zurückzuführen waren. Unvorsichtig mit dem Taster hantiert, beim Einfärben auf den Glasrand gefallen und beim Beschicken des Ofens mit der Haube versehentlich Krone touchiert - marginale Ereignisse -denkt man- aber in genau diesen 3 Fällen waren dann Sprünge das Ergebnis. Eine testhalber mit Rep-masse "reparierte Krone" wurde auf den eigens dafür doppelt mit Sekundenkleber lackierten Kontrollstumpf gesetzt und brach alsbald auseinander, normalerweise gibt es bei intakten Zirkonkronen dabei nur Abrieb am Stumpf.

Ich wünsche euch , dass die Krone hält! und würde empfehlen, akribisch die Bearbeitungschritte bis zum Sintern zu rekonstruieren /überwachen. . Ich will hier nichts gut reden aber nach mehren Tausend Zirkon-Einheiten würde ich in eurem Fall immer zuerst den Fehler bei mir selbst und meinen Arbeitabläufen suchen.....

und für den Fall , dass noch mehr Kollegen "Sprungprobleme " haben sollten, wäre das ja eine Gelegenheit, hier mal darüber zu berichten anastatt nur zu lesen :) ...ein Forum lebt schließlich vom Austausch!

Vielleicht noch eine kleine Anekdote am Rande, die zwar nix mit ZZ zu tun, aber mir von einem "Toubleshooter" eines renomierten Keramikherstelles erzählt wurde: In einem Laber gab es eine Technikerin die viele Probleme mit der Keramik hinsichtlich Sprüngen hatte. es wurde viel telefoniert etc.und dann entschloss ich "Mr. Troubleshoot" den weiten Weg auf sich zu nehmen, um der Dame bei der Arbeit vor Ort zuzuschauen. Das Problem war binnen Minuten gelöst - die Dame hatte die Angewohnheit vor fast jeder Arbeit ihre Lippen mit Labello zu bearbeiten, um anschließend die Keramik via "Pinsellecken" aufzutragen.

Pinsel nicht mehr geleckt und alle Probleme waren vom Tisch, aber bis zu dieser Lösung war die Keramik samt Hersteller und auch der Brennofen das verfluchte Zeug - zumindest in ihren Augen.

Würde mich sehr interessieren, wie es bei euch weitergeht! und vielleicht kannst Du auch mal eine Foto einstellen von den "Bruchkandidaten"
Happy CADCAM !

;)Wolly

3

Samstag, 5. Dezember 2009, 15:44

Antwort zum Feedback von Wolly

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Also es ist schon so,dass wir die Fehler zuerst bei uns suchen,habe schon alles rekapituliert ,vielleicht war es der Taster,der etwas unsanft über die
Weisslingsoberfläche glitt und einen Mikroriss verursachte.Werden zukünftig auf jeden Fall die Kleinigkeiten(die ja wahrlich keine sind) noch inten-
siver beachten;man kann es sich auch daher nicht so ganz erklären,weil bis jetzt noch nichts passiert ist(toi,toi,toi)und die Arbeitsweise die gleiche
war,werde die nächsten Arbeiten mehr mit "Samthandschuhen" anfassen.
Was die Rep.-masse anbelangt ,habe ich mehr in Richtung Schultermasse gedacht,die Fehlstelle beträgt cervikal-vestibulär ca.1,5 mal 1,0mm und nach drei Dentinbränden macht die Stelle einen soliden Eindruck,habe schon mechanisch "Gewalt"ausgeübt und sie hat dem Druck widerstanden;hätten wir mehr Zeit, würde man neu fräsen,aber ich hoffe einfach das es hält.
Es gibt doch für Mikrosprünge eine Flüssigkeit plus Lampe,die nichtsichtbare Sprünge zum Vorschein bringt.Kannst Du dazu etwas mitteilen?

edubal

4

Montag, 7. Dezember 2009, 11:13

Hallo Edubal,

die Flüssigkeit + Licht kenne ich (noch) nicht...habe aber die wenigen Sprünge bisher sofort, erkannt und falls es andere gab, so war mein Schutzengel am Werk und hat mir bisher keine Rückläufer beschert :D .

Fehlstellen oder kleine Ausplatzungen im Randbereich sind sicher mit Rep.- oder Schultermasse auszubügeln, allerdings bin ich nach wie vor der festen Überzeugung, dass Sprünge im Gerüst nur durch Neuanfertigung beseitigt werden können, anders wäre mir das Risiko einfach zu hoch. Manchmal ist es besser einen Termin wegen technischen Problemen (Wiederholung) zu verschieben, als wissentlich die Schutzengelfraktion zu bemühen....
Happy CADCAM !

;)Wolly

5

Dienstag, 8. Dezember 2009, 07:59

Hallo Wolly!
Also die Brücke ist gestern zum ZA gegangen,Patient saß 17.00Uhr auf dem Stuhl und ich denke es hat alles geklappt,war ja auch wirklich nur eine
kleine Abplatzung (wie beschrieben ca.1,5mm mal 1,0 mm).
Bei einem Sprung hätten wir selbstverständlich das Gerüst neu gefertigt und den Termin verschoben,das sollte schon der Anspruch eines jeden
Technikers sein.
Nebenbei bemerkt,das Gerüst ist mir runtergefallen,weil vor unserem Sinterofen eine riesengrosse Agave steht und man sich ein bisschen zwischen
Absauganlage mit Ofen und Agave hängeln muss,um die Teile aus dem Ofen zu nehmen.Ich konnte noch reagieren indem das Gerüst zunächst auf
mein Schienbein fiel (ein brasilianischer Kicker hätts nicht besser gemacht) und von dort auf die Fliesen,wobei ich mir in meiner Rettung den rechten
Unterarm an den Stacheln der Agave mächtig aufkratzte-habe im Sinne des Gerüstes echt Opfer gebracht.Mittlerweile steht die Agave in gebührlichen
Abstand zum Ofen.
Gruss edubal

6

Dienstag, 8. Dezember 2009, 08:12

Gratulation, wenn alles gut gegangen ist und gut bleibt!! Aber ürsprünglich war ja von Sprüngen die Rede, daher auch meine vorbehaltlichen Worte.

Der "Absturz" ist wohl die Erklärung, übrigens genügen auch "Abstürze" des Gerüstes beim Ausarbeiten vor dem Sintern aus geringer Höhe, z. B auf die Steinarbeitsplatte (soll es ja geben, macht aber Rheuma :D ) oder sogar auf den Boden. Äußerlich nix zu erkennen aber nach dem Sintern lacht der Sprung.

Frohes Jahresendgeschäft!
Happy CADCAM !

;)Wolly

7

Donnerstag, 10. Dezember 2009, 13:41

Oh ja, da kann ich mich mit reinhängen^^...mir ist auch mal ein Käppchen runtergefallen und ich hatte mich noch gefreut, dass nix abgeplatzt war...dann nach dem Sintern hat er mich direkt "angelacht"...aber aus Fehlern lernt man :D

Grüße

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