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Montag, 30. Mai 2011, 18:02

CAD/CAM und Zukunft

Hallo Zusammen

Wer Flash Gorden noch kennt, weiss wie man sich die Zukunft auch vorstellen kann.
Für die Anderen mal ein Link: Flash Gordon

Im Moment beschäftige ich mich doch ganz konkret mit der Zukunft und muss feststellen, es geht ziemlich schnell.

Für mich sieht die Zukunft so aus:
Bei einer ausgelagerten Fertigung sieht es für uns Zahntechnik wohl nicht so rosig aus.Die proprietären Systeme machen uns sehr glasig und wenn die mit voller Energie gepushte Intraorale Scantechnik sich durchgesetzt hat, sind wir aufgrund der Rückverfolgbarkeit der Daten (da bin ich mir ziemlich sicher, dass das möglich ist) "übergehbar". Der Systemanbieter weiss durch uns genau was der Markt nachfragt und kann das dann direkt anbieten. Die Maschinen werden ja auch nicht schlechter X(

Eine inhouse Fertigung ist für mich als Einmannlabor eigentlich zu teuer. Wenn ich mir aber anschaue was nach den ganzen Diversitäten plötzlich für Gemeinsamkeiten entdeckt werden, na dann Prost.
  1. Planmeca bietet eine komplette 3D Bearbeitung in der Zahnarztpraxis an (3D-Erfassung der Gesichtsoberfläche, 3D-Röntgen sowie Intraoralscan sieht fast wie bei Körperwelten aus 8o ). Wenn diese Daten im Labor "verarbeitbar" werden, bedeutet das für mich individualitat bis in die Kieferbewegungen.
  2. Alle zahntechnischen Arbeiten sind herstellbar. (Modelle, Keramiken,Zr, NEM als Sintermetalle, Schienen, Provis, Mogu, ich habe irgendwo sogar etwas von CADCAM-Totalprothetik gelesen)
  3. Seitenzähne müssen meiner Meinung nach zwingend automatisiert hergestellt werden können - Kostendach. Airbrush ;)
Ich denke, dass die neuen Anwendungen und dadurch entstehende Querverbindungen/"Maschienenauslastungsmöglichkeiten" vieles ermöglichen werden.
Mal schauen was kommt. Was meint ihr?

Grüsse aus der hoch sommerlichen alles schnell "abbindenlassenden" Schweiz
Silvan

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Dienstag, 7. Juni 2011, 21:12

Hallo Silvan!
Du zählst alle Gründe auf, auch als "Kleinlabor" in die CAD/CAM - Fertigung einzusteigen. Wir sind selber nur zweieinhalb Techniker im Labor, was mich aber nicht daran gehindert hat, die 5-TEC letzten Herbst zu erwerben. Sicher ist das nicht konsequent ausgelastet, aber man muss erst einmal in die Zukunft investieren, um auch an derselben teilhaben zu können. Ich kann nur jetzt schon positiv bemerken: Die Maschine hat mir sehr viel Zeit geschenkt, allein dadurch, dass sie mir die Gerüste fräst. Sicher kostet es sehr viel Zeit sich einzuarbeiten, aber es erschließen sich immer mehr Verwendungsmöglichkeiten.
Viele Grüße
Michael