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Donnerstag, 8. November 2012, 11:01

Bruch durch verbrauchte Heizstäbe?

Hallo,

wir arbeiten seit ca. 2 Jahren mit der 5Tec und hatten bislang noch keinerlei "Bruchreperaturen" zu leisten. Doch im Moment scheint der Wurm drin zu sein: schon drei Brücken sind zerbrochen: einmal ist ein Anhänger abgeschert und zweimal der (sehr dicke) Verbinder, bzw. direkt dahinter durchgebrochen.

Was machen wir falsch? Das ist die große Frage. Bevor wir nun den Behandler bezichtigen, ist es natürlich angebracht, selber nach den eigenen Fehlern zu schauen. Da viel mir ein, dass es vielleicht etwas mit dem Sintern zu tun haben könnte...wir haben unsere Heizstäbe (V600) noch nicht erneuert und der Ofen ist fast 2 Jahre im Betrieb und wird fast täglich benutzt...kann das daran liegen?

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Donnerstag, 8. November 2012, 11:34

...das könnte auch mal an der Brandführung beim Keramikbrand liegen...dickes Zirkon mag es am liebsten gaaaaaanz langsam , also das Aufheizen und Abkühlen ;)
Happy CADCAM !

;)Wolly

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Donnerstag, 8. November 2012, 11:47

ja, richtig. Und zumThema Ofen? Wann weiss ich denn, dass die Heizstäbe aufgebraucht sind- ist ja schliesslich ein schleichender Prozess.

4

Donnerstag, 8. November 2012, 12:15

also ich habe es an der Farbe bzw. Transluzenz von Prettau gemerkt, kann aber nicht sagen, wieviele Zyklen bis dahin gelaufen waren.
Happy CADCAM !

;)Wolly

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Freitag, 9. November 2012, 12:50

Hallo ich habe meinen Sinterofen von 2006 und habe noch nichts ausgetauscht und wir sintern fast Täglich. Die Endtemperatu erreiche ich immer noch. Schönes Wochenende Spreedirk

6

Freitag, 9. November 2012, 15:19

Wir haben es auch an der Transluzenz von Prettau festgestellt!

7

Sonntag, 11. November 2012, 10:08

Hi!

Woran es gelegen hat ist für mich unmöglich zu sagen.
Ich kann Dir nur meine Gedankengänge erläutern wenn es uns passiert wäre.Hoffentlich passiert jetzt auch nix (Klopf,klopf auf Holz!).
Fehlerquellen können sein:
-Präparation des Stumpfes (Keine Hohlkehle,keine abgerundeten Kanten)
-zu wenig Zementspalt (Scharfe Kanten haben im okklusalen Bereich Kontakt-Materialermüdung!)
-zu schwache Konstruktion der Käppchen (Verstärkung durch ausreichend gestaltetetn lingualen/palatinalen Girlanden
-zu schwacher Verbinder
-Schaukler in der Brücke (Fehler beim Scannen,verzogener Abdruck!)
-Arbeit zu hoch (Nicht ausreichend eingeschliffen!)
-Arbeit wurde eingeschliffen aber okklusal nicht ausreichend ausgummiert (Rißbildung!)
-Okklusale Kontakte in Lateralbewegung zu verschlüsselt (Freedom in Centric!)
-Sprungbildung beim Fräsvorgang bzw.Ausarbeiten im ungesinterten Zustand
-Sprungbildung durch Stoß!
-Zirkon nicht ausreichend durchgesintert
-Ausarbeiten der gesinterten Objekte mit Turbine ohne Wasserkühlung,zu hohe Umdrehungszahlen bei Steinen ohne Wasserkühlung etc.(Sprung-und Rißbildung)
-Nachziehen der Fissur mit Turbinenspitze (Rißbildung)
-Separierung der Verbinder mit Trennscheibe (Rißbildung!)
-falsche Brandführung (Aufheizrate/Langzeitabkühlung!)
-Implantatversorungen nicht Sheffield getestet (Spannung)
Mehr fällt mir erstmal nicht ein.Vielleicht kann ja jemand die Liste noch ergänzen.
Man sieht das man irgendwie immer einen Grund finden kann,da es gar nicht möglich ist jeden Arbeitsgang zu 100% zu kontrollieren.
Zirkon hat leider viele Risiken bei der Verarbeitung.
Übrigens,ich habe gelesen das bis heute (nach ca.18 Jahren) die genaue Kenntnis dieses Materials und seiner Verarbeitung immer noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden kann,wobei die Grundlagen feststehen und für eine erfolgreiche Versorgung unbedingt beachtet werden müssen.

Hoffe es hilft noch dem einen oder anderen.

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